Mit der Fertigstellung des Bürger- und Familienzentrums FORUM NAILA in der Bachstraße wird auch das Museum Naila dort seine neuen Räume beziehen. Alle Hände voll zu tun hat das Team des Museumsvereins schon seit Monaten mit den Umzugsvorbereitungen. „Es geht bei weitem nicht nur darum, die Exponate in Kisten zu verpacken,“ berichtet Vorsitzender Marco Hader. Schließlich habe sich der Verein vorgenommen, die Ausstellung völlig neu zu konzipieren und zeitgemäß zu präsentieren. An mehreren Bildschirmstationen sollen künftig die Ausstellungsschwerpunkte auch multimedial vermittelt werden. Vertiefende Informationen können sich die Besucher außerdem künftig auf ihr Smartphone laden, das so zum Audioguide wird. Derzeit werden die Ausstellungswände gestaltet, an den Ausstellungstexten gefeilt, Film- und Tonaufnahmen erstellt und geschnitten und die Exponate inventarisiert und elektronisch erfasst. Vor allem viel inhaltliche Recherche müsse geleistet werden. Da sei jede Mithilfe, jede Idee, jedes Feedback und jede Unterstützung jederzeit herzlich willkommen, unterstreicht Hader, der den Vorsitz des Museumsvereins erst im April übernommen hat.
Großzügige Unterstützung erreichte den Museumsverein nun von den „Aquarianern“ (Verein für Aquarien, Terrarien und volkstümliche Naturkunde Naila e.V.). Die Aquarianer hatten in ihrem Vereinsheim in Froschgrün, das sie vor wenigen Jahren an die Jägerschaft Naila verkauften, selbst ein kleines Naturkundemuseum betrieben. Die Tierpräparate haben die Jäger mit übernommen, die Mineraliensammlung ging an des Geologische Landesamt. „Es ist uns wichtig, mit unserem Vereinsvermögen andere Einrichtungen und Vereine zu unterstützen, die ähnliche Ziele verfolgen wie wir,“ erklärte Aquarianer-Vorsitzender Hans-Jürgen Frank, im Fall des Museums sei das die Heimatkunde und -pflege. Marco Hader versprach, die Geldspende im Museum ganz im Sinne der Aquarianer zu verwenden.