Wie erlebten Menschen die deutsche Teilung und die Friedliche Revolution ganz persönlich? Dieser Frage gingen Schülerinnen und Schüler des Hochfranken-Gymnasiums Naila im Rahmen eines P-Seminars Geschichte nach.
Sie recherchierten, führten Zeitzeugeninterviews und produzierten daraus einen Dokumentarfilm, der jetzt im Beisein von Bürgermeister Paul-Bernhard Wagner im Museum Naila vorgestellt wurde.
Wagner würdigte die Arbeit genauso wie der betreuende Lehrer Martin Brunhuber und der Vorsitzende des Museumsvereins Marco Hader als wichtigen Beitrag zur regionalen Erinnerungskultur.
Vor der Kamera berichten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen von Flucht, Leben in der DDR, der Wende und dem Neuanfang. Die Interviews zeigen eindrucksvoll, wie historische Ereignisse das Leben einzelner Menschen geprägt haben und bringen Geschichte auf einer persönlichen Ebene nahe.
Zur Vorbereitung hatten die Schülerinnen und Schüler an einem Zeitzeugenworkshop teilgenommen, den der Museumsverein Naila zusammen mit der Gedenkstätte Amthordurchgang aus Gera ausgerichtet hatte. Anschließend organisierten sie die Interviews eigenständig, schnitten und produzierten den fertigen Film und sammelten dadurch wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Zeitzeugen und historischer Dokumentation.
Der entstandene Dokumentarfilm ist im Museum Naila ab sofort auf einer großen Bildschirmstation zu sehen und läuft dort im Wechsel mit einer Dokumentation zur Ballonflucht.
Auch die vollständigen Interviewaufnahmen bleiben im Museumsarchiv erhalten. Auf diese Weise werden persönliche Erinnerungen für kommende Generationen bewahrt.